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Der Dr. Guislain Award ist ein Preis, welcher jährlich weltweit ausgeschrieben wird. Stifter des Preises sind das Museum Dr. Guislain und das Jannsen Research & Development Institute in Belgien.

Vergeben wird der Preis an Institutionen, welche einen aussergewöhnlichen und wissenschaftlich fundierten Beitrag zur Förderung der Gesundheit von Menschen mit einer psychischen Erkrankung leisten. Namentlich geht es um Initiativen, welche die Kreativität von Menschen mit Psychiatrieerfahrung fördern und gleichzeitig deren soziale Ausgrenzung bekämpfen.

Hier finden Sie weitere Infos zum Dr. Guislain Award

Kommende Ausstellungen

21. 03. 2021, «Jenseits aller Regeln – Das Phänomen Aussenseiterkunst», Kunstmuseum Thurgau, Ittinger Museum

Herbst 2021, Abaev Lechi in der Kult-Galerie im Max Frisch Bad, Zürich

23. 10. 2021, «Licht und Schatten», im Atelier der Kunstwerkstatt Waldau

11. 11. 2021, «movement in silence» mit Elmar Hempel - Rebecca Schmid, Kulturpunkt im PROGR

11.11.2021 / Burgergemeinde Bern: Podiumsgespräch zum Thema Inklusion / "Heitere Fahne"

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Kunstwerkstatt Waldau

"Hier (in der Kunstwerkstatt) sind wir nicht krank!" - so bedanken sich Kunstschaffende immer wieder beim Verein; dies motiviert denn auch zahlreiche viele Freiwillige, sich für die Kunstwerkstatt zu engagieren.
Der Verein besteht heute aus über 35 Kunstschaffenden und über 100 weiteren Mitgliedern. Die Kunstwerkstatt ist jede Woche an sechs Halbtagen geöffnet; Kunstschaffende verbringen jährlich ca. 5000 Stunden in der Kunstwerkstatt, Vereinsmitglieder leisteten bisher mehr als 20'000 Stunden Freiwilligenarbeit. Vom Verkauf der Bilder geht ein kleiner Prozentsatz an den Verein, der sich durch Mitgliederbeiträge und Sponsoring finanziert. Der Verein unterstützt Kunstschaffende mit Psychiatrieerfahrung mit einem betreuten Atelier und stellt sämtliche Materialien unentgeltlich zur Verfügung. Sie sind jederzeit herzlich auf einen Besuch eingeladen!

"Eine psychische Erkrankung muss kein Hindernis sein für schöpferisches Gestalten...es kann sie erst recht freilegen!" erläutert Prof. Dr. Wolfgang Böker, ehemaliger UPD-Direktor. Wenn ein Mensch an einer psychischen Erkrankung leidet und hospitalisiert werden muss, starten erste Therapien, beispielsweise Bildnerisches Gestalten. Wenn etwas über die Hände zu Papier gebracht wird, Gestalt annimmt….kann dies befreiend wirken. Nach einem Klinikaufenthalt fehlt vielen ehemaligen Patientinnen und Patienten diese Struktur. Dies war ein Grund, 2003 mit Freunden und Kunstinteressierten den "Verein-Kunstwerkstatt-Waldau" zu gründen. Ziel dieses Vereins war es, Kunstschaffenden mit Psychiatrieerfahrung einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie frei ihre Kreativität weiterentwickeln, sich künstlerisch frei entfalten können. Die Vision wird umgesetzt und findet immer mehr Anhängerinnen und Anhänger. Filmemacher Alfredo Knuchel realisiert den Dokumentarfilm "Halleluja...der Herr ist verrückt", welcher mehrere Vereins-Mitglieder und Kunstschaffende porträtiert. Dieser Film wurde in vielen Städten im Kino und auch im Schweizer-Fernsehen gezeigt und verhalf der Kunstwerkstatt zu grösserer Popularität. Nach fünf Jahren wurde das erste Buch über die Kunstwerkstatt veröffentlicht, 2013 erschien die Jubiläums-Publikation "10 Jahre Kunstwerkstatt Waldau". Der damalige Stadtpräsident Alexander Tschäppät hielt an der Vernissage im Berner Kornhausforum eine Laudatio. Arbeiten der Kunstschaffenden wurden nach und nach in der gesamten Schweiz, aber auch in Deutschland, Frankreich, Niederlande, China, Indien und Japan ausgestellt.