Lonsdale Artemis

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geb. 29. Juni 1978
lebt in Bern

Bis zum Schulalter lebt Artemise Lonsdale in der Ukraine - umgeben von Gesang und Musik ihrer Eltern. Ihr Vater versucht vergeblich, ihr die Begeisterung für Musik weiterzugeben.
Artemise Lonsdale bevorzugt die Farben. Gelangweilt in der Schule zeichnet sie regelmässig in ihre Hefte. Beim Frühlingsputz mit Pinsel und Fassadenfarbe wird sofort erkennbar, wer am Werk gewesen ist – auch ohne Signatur an der Wand.
1994 verstummt ihre Malfreude. Die Kriegserlebnisse in Tschetschenien hinterlassen ihre Spuren.
1997 kommt sie in die Schweiz. Auf Wunsch ihrer Mutter schreibt sie sich an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Fribourg ein, bricht das Studium nach zwei Jahren ab, geht nach Zürich, wo sie an der SAL Angewandte Linguistik Schule Übersetzerin studiert. Hier schreibt sie auch einige Gedichte.

2011 übersetzt Artemise Lonsdale ein Werk über die Metamorphose von Kandinsky vom Russischen ins Deutsche. Dabei wird ihre Freude an der Malerei nach 17 Jahren wiedererweckt. In zwei Tagen bemalt Artemise Lonsdale die Wände ihrer Wohnung mit bunten Farben. Darauf folgen spontane Bilder und die Frage nach dem „wer bin ich?“.
Während ihrer Übersetzungsarbeit lernt Artemise Lonsdale den russischen Kunstmaler Lechi Abaev kennen. In der Folge macht sie ein einjähriges Volontariat als Kunstschaffende und malt zuweilen in einem Kunstatelier in Fribourg.

2017 verreist Artemise Lonsdale nach Kanada. In die Krise geraten - zerstört sie einige ihrer abstrakten Gemälde. Sie macht neue Zeichnungen und Bilder, welche sie nach ihrer Rückkehr in die Schweiz vollendet.
Von Toronto kommt Artemise Lonsdale mit einem Master in Germanistik, Kunstgeschichte und Wissenschaft zurück. Von nun an forscht Artemise Lonsdale auf dem Gebiet der Malerei. Sie besucht Kurse an der Schule für Gestaltung in Bern und vertieft sich in Ölmalerei.
Artemise Lonsdale glaubt fest daran, dass Malen eine heilende Wirkung hat.